Berufsgewerkschaften in der Offensive: Vom Wandel des by Wolfgang Schroeder, Viktoria Kalass, Samuel Greef

By Wolfgang Schroeder, Viktoria Kalass, Samuel Greef

Zuerst die Pilotenvereinigung Cockpit, dann die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und zuletzt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer: Seit geraumer Zeit sorgen kleine aber mächtige Berufsgewerkschaften für Wirbel in der Öffentlichkeit. Scheinbar mühelos ziehen sie mit hohen Lohnforderungen und großer Streikbereitschaft an den etablierten Branchengewerkschaften vorbei.
Wie erklären sich das plötzliche Auftreten und der Erfolg dieser Verbände? Und was once lässt sich aus diesen Entwicklungen für die Zukunft des deutschen Gewerkschaftsmodells ableiten? Diese Fragen beantwortet die vorliegende Studie, indem sie in vergleichender Perspektive die Entwicklung von vier
berufsbezogenen Organisationen zwischen Kontinuität und Wandel analysiert.

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2. 3. Um welches Phänomen handelt es sich bei der Integrationskrise? Wie lässt sich dieses Phänomen in die Krisensymptome des deutschen Gewerkschaftsmodells einordnen? Was sind die Ursachen der doppelten Integrationskrise? Worauf basiert die neue Offensivität der Berufsverbände, die nunmehr als gewerkschaftliche Akteure auftreten? Welche Auswirkungen hat die Integrationskrise auf das deutsche Modell der industriellen Beziehungen? Handelt es sich um eine Teilinfragestellung, eine vorübergehende 38 Einleitung: Berufsgewerkschaften fordern DGB und Arbeitgeber heraus oder eine dauerhafte Infragestellung des deutschen Gewerkschaftsmodells?

Es gibt demnach keine Angaben über Zahl und Art der zwischen 1820 und 2008 gegründeten Verbände, die vor dem Erhebungszeitraum bereits nicht mehr bestanden haben. Daher entsteht bei den oben dargestellten Daten zwangsläufig der Eindruck einer stetig wachsenden Zahl an Erwerbstätigenorganisationen. Bei durchschnittlich drei bis sechs Neugründungen pro Jahr ist dieser Trend höchstwahrscheinlich zutreffend, denn eine gleich hohe oder sogar höhere Zahl an Verbandsauflösungen erscheint eher unwahrscheinlich.

19). Wirtschaftliche Vereine kommen selten vor, da ihnen die Rechtsfähigkeit von staatlichen Instanzen verliehen werden muss, was gemeinhin als schwierig gilt. 12 Umgangssprachlich findet die Differenzierung zwischen Verein und Verband aufgrund zweier Ausprägungen statt: der Tätigkeitsebene und der Organisationsgröße. Vereine werden hier als kleine Organisationseinheiten verstanden, die auf lokaler Ebene tätig sind. Sie haben nur wenige Mitglieder und orientieren sich primär am Zweck der Geselligkeit.

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