Das Papsttum und das vielgestaltige Italien: Hundert Jahre by Klaus Herbers

By Klaus Herbers

Italien conflict im Mittelalter eine der facettenreichsten Regionen Europas. Die italienischen und deutschen Autoren des Bandes beschäftigen sich mit der integrierenden und desintegrierenden Rolle des Papsttums im Früh- und Hochmittelalter, vorrangig anhand des fabrics der Italia Pontificia, deren erster Band 1906 erschien. Sie bilanzieren das bisher Erreichte, zeigen Forschungsdesiderata auf und bieten beispielhaft neuartige Methoden und Fragestellungen für das umfangreiche fabric der Italia Pontificia.

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V. Jochen Johrendt/Harald Müller, Berlin/New York 2008 (Neue Abhandlungen der Gçttinger Akademie der Wissenschaften 2), S. 323 – 343. Sowie das von den Herausgebern dieses Bandes initiierte internationale DFG-Netzwerk mit dem Titel „Zentrum und Peripherie? Das universale Papsttum und die europäischen Regionen im Hochmittelalter“. 78 Siehe oben Anm. 6. Das Papsttum und die „vielen“ Italien als Orbis Christianus? 35 Bischçfen sowie geistlichen Institutionen vor 896 und besonders nach 1046 zu bestimmen, sowie, zweitens, wie kann die nichturkundliche Überlieferung, die ja mehrfach zu Wort kam, das Bild verändern?

Sizilien wurde so teilweise zum Schauplatz für einen Ost-West-Konflikt, war mit dem übrigen Süditalien immer wieder das Mittelglied einer Dreiecksgeschichte, die kaum aus der Perspektive der Italia Pontificia allein zu erfassen ist. Beachtenswert ist auch hier wiederum die Überlieferung: Nicht Urkunden, sondern Registerfragmente, Konzilsakten sowie Parteischriften und historiographische Quellen bieten die wichtigsten Informationen18. Süditalien erscheint in diesem Falle somit eher als Austragungsort oder als Schlachtfeld für andere Beziehungen oder Konflikte.

Der Satz Ubi est papa, ibi est Roma heißt also auch, daß der päpstliche Aufenthaltsort die Gänge der Bittsteller an die Kurie durchaus beeinflussen konnte. Ein weiteres Problem lassen aber diese Urkunden Lucius’ III. in Verona darüber hinaus erkennen: Viele galten Ritterorden und Orden. Die teilweise standardisierten Privilegien und Gnadenbriefe wurden aber zuweilen an den Orden allgemein, bald an ein eigenes Haus oder auch an eine Ordensprovinz oder ,Ordenszunge‘ gerichtet. Die Archivgeschichte zeigt, daß allgemein adressierte Schriftstücke durchaus im Archiv eines bestimmten Hauses aufbewahrt werden konnten.

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