Die Geschichte der Urologie in Dresden by Prof. Dr. med. Dirk Schultheiss, Friedrich (Eds.) Moll, Dirk

By Prof. Dr. med. Dirk Schultheiss, Friedrich (Eds.) Moll, Dirk Schultheiss, Friedrich Moll

Der Band erz?hlt die Geschichte der Urologie in Dresden ?ber mehrere Epochen hinweg, mit Schwerpunktsetzung im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei wird stets das kulturelle Umfeld mit in den Blick genommen. Die Beitr?ge bedeutender Dresdner Mediziner wie des Goethe-Arztes Carl Gustav Carus oder auch des ersten Archivars der Deutschen Gesellschaft f?r Urologie, Johannes Keller, werden ebenso untersucht wie die Zeit des Nationalsozialismus, die Entwicklung von Krankenhausabteilungen oder die fr?he Laparoskopie.

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Er berichtete darüber in einem 1829 erschienenen Buch ausführlich (Carus 1829). Wenn auch Berichte zur klinischen Medizin, der Chirurgie und Geburtshilfe sowie Beschreibungen der Versorgung psychisch Kranker in den »Irrenhäusern« der Zeit im Mittelpunkt der Analyse stehen, fällt es auf, dass Carus mehrfach auf urologische Probleme bei seiner Auswertung von Krankheitsbildern eingeht (⊡ Abb. 4). Beim Besuch des Arcispedale di St. Maria nuova in Florenz, einem 900-Betten-Krankenhaus, fällt ihm die Häufigkeit von Steinleiden auf.

Das Jahr 1814 war mit dem lebensbestimmenden Wechsel von Leipzig nach Dresden verbunden. Carus erhielt die Berufung als Professor der Geburtshilfe und Leiter des Entbindungsinstituts der provisorischen Lehranstalt für Medizin und Chirurgie in Dresden, die 1815 in die KöniglichSächsische chirurgisch-medicinische Akademie (1815–1864) umgewandelt wurde. Die Festrede zur Einweihung der Akademie war sein erstes öffentliches, gesellschaftliches Auftreten in der Stadt. Außerdem beteiligte er sich erstmalig an der Dresdner akademischen Kunstausstellung.

Am 7. Oktober 1857 reiste Rauch nach Dresden, wo er im Hotel de Rome (heute als Hotel QF neu aufgebaut) am Neumarkt Quartier nahm. Da der zu konsultierende Arzt, Dr. Friedrich Gustav Seydel (1812–1865) in Teplitz weilte, begab sich Rauch gemeinsam mit seinem Schüler Rietschel dorthin und ließ sich untersuchen. Seydel 3 wie Carus in Dresden empfahlen gemeinsam die operative Behandlung des Steinleidens ohne jede Verzögerung. Es beweist sich im Wechsel von Berlin nach Dresden, welch besonderes Vertrauen Rauch gegenüber Carus gehabt haben muss, dass er sich nicht in Berlin, sondern in Dresden behandeln lassen wollte.

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