Hesiods Erga: Aspekte ihrer geistigen Physiognomie by Korbinian Golla

By Korbinian Golla

Within the Erga [Works and Days] Hesiod unfolds a picture of a guy whose lifestyles isn't made up our minds completely via ineluctable destiny. Led via his brain (nous), the person as an alternative assumes accountability for his personal habit. This examine examines either this angle – novel within the context of early Greek literature – and indicates that nous is of severe significance for the right kind knowing of the Erga.

Hesiod entwirft in den Erga das Bild von einem Menschen, dessen Dasein nicht allein einem unabwendbaren Schicksal unterliegt. Geleitet vom Verstand (nous) übernimmt stattdessen der Einzelne Verantwortung für sein Handeln. Vorliegende Untersuchung geht nicht allein dieser - im Rahmen der frühgriechischen Literatur neuartigen - Sichtweise nach, sondern zeigt auch, dass dem nous eine Schlüsselfunktion für eine adäquate Rezeption der Erga zukommt.

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2 Hinführung 23 Anschein erweckt, trifft nicht zu. ⁴⁸ Wenn schließlich, nach kurzer Diskussion weiterer Stellen, so auch der ‚Winterszene‘ im ‚Bauernkalender‘, behauptet wird, die unterschiedlichen ‚Fassungen‘ des Prometheusmythos in Theogonie und Erga seien als Beleg zu werten, dass beide Erzählungen „eindeutig für verschiedene Gelegenheiten und Kontexte bestimmt“ gewesen sind, so hinterlässt diese Argumentationsweise den Eindruck, als seien für die Interpreten – ein wenig zugespitzt formuliert – allein äußere Faktoren für Form und Inhalt eines dichterischen Werkes verantwortlich; nach der Funktion der jeweils so und nicht anders erzählten ‚Geschichte‘ im Gesamtzusammenhang des jeweiligen Werkes wird hingegen nicht gefragt, obschon wir darin die Erklärung zu suchen haben (was andererseits natürlich nicht auszuschließen braucht, dass der performative Kontext auch Einfluss – aber eben nicht einen so entscheidenden bzw.

Auch für Schadewaldt ,  gehört Hesiod „eigentlich auch in eine Ausgabe der Vorsokratiker hinein, wo man ja sogar Orpheus hat, und man läßt ihn [sc. “ Auch Philosophen selbst wie z. B. Schelling verstanden Hesiod als einen der ihren; vgl. dazu Stroh ,  (ausführlicher Literaturüberblick); schon Proklos’ Interesse an Hesiod war rein philosophischer Natur, „not textual“, wie West ,  anmerkt; Neschke ,  nennt Hesiods Gedanken „une philosophie poétique“. “ Eine vermittelnde Position nimmt Liebermann ,  ein: „Das moralphilosophische Nachdenken der Griechen tritt zwar erst mit Sokrates, Platon und Aristoteles […] in sein entscheidendes Stadium ein, doch heißt das selbstverständlich nicht, daß man sich nicht auch vorher Gedanken über Gut und Böse, zu Erstrebendes und zu Meidendes gemacht hätte.

Bei der Nemesis verhält es sich ähnlich, wie Sellschopp  (),  gezeigt hat, und auch bei der dike selbst; vgl. Schmidt , ; zu Hesiods Verhältnis zur Sprache vgl. S.  ff.  Vgl. Sem. Fr. ; Zitat und ausführlicher dazu auf  u. passim.  Schmitt , .  Diese Tatsache und die daraus erwachsenden Konsequenzen werden in der Forschungsliteratur viel zu selten bedacht.  Diese sind, um es stark verknappend zu sagen, die eigentliche Gefahr für den Menschen, wie nicht nur die Erga (explizit, unter Nennung des nous: , ;  unter Einbeziehung des weiteren Kontextes) zeigen; zu diesem gesamten Gedankenkomplex vgl.

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